INNENPUTZ

Bevor ein Innenputz aufgebracht werden kann ist es zwingend erforderlich den Untergrund fachgerecht vorzubereiten. Dies erfolgt in der Regel durch sach- und fachgerechtes Entfernen der vorher aufgebrachten Materialien. Hernach ist der Untergrund zu spachteln, zu schleifen und zu grundieren. Welche Grundierung jeweils erforderlich ist, hängt vom zu verwendenden Material ab. Nach der Grundierung und einem ausreichenden Trocknungsprozeß muß zunächst der Unterputz aufgebracht werden. Erst nach ausreichender Trocknung des Unterputzes kann dann der gewünschte Innenputz aufgezogen werden.

Zunächst ist es somit wesentlich festzustellen, welcher Untergrund bearbeitet werden muß. Unter Umständen muß dann in Betracht gezogen werden den Untergrund nach dem Schleifen und Spachteln mit einer Grundierung vorzubereiten. Das Aufbringen z.B. eines Tiefgrundes dient der Egalisierung und der Verfestigung von porösen und saugenden Untergründen. Bei der Verwendung z.B. eines Haftgrundes lassen sich viele Putze auch auf glatte Untergründe auftragen.

Im zweiten Schritt wird dann der zu verwendende Unterputz festgelegt. Bei der Festlegung des zu verwendenden Materials und bei der Festlegung der Verarbeitungsweise desselben (z.B. Q1-, Q2- oder Q3-Spachteln) muß bekannt sein, wie hernach die Flächen weiter bearbeitet werden. Es besteht mit dem Unterputz nicht nur die Möglichkeit den Untergrund für einen aufzubringenden Oberputz vorzubereiten. Vielmehr besteht auch die Möglichkeit z.B. einen tapezier- oder streichfähigen Untergrund herzustellen und diesen nach dem Trocknungsvorgang dann entsprechend weiter zu bearbeiten.

Somit kann zusammenfassend gesagt werden, daß der Unterputz entweder zu filzen ist (= Q1), oder aber geglättet wird (Q2). Wünscht der Kunde die Herstellung eines tapezierfähigen Unterputzes, so muß der Untergrund Q3-gespachtelt werden.

Hat sich der Kunde entschieden hernach einen Oberputz aufzubringen, so wird der Unterputz entsprechend durch - in der Regel - Q1-Spachteln vorbereitet. Nach dem Trocknungsvorgang wird dann der Oberputz sach- und fachgerecht in der vom Kunden gewünschten Form aufgebracht. Hier unterscheidet man wieder mannigfaltige Formen, wie z.B. Reibeputz, Kratzputz, Kellenschlag o.ä..